Allnet Flat

Was ist eine Allnet-Flat?

Die Allnet-Flat ist eine Flatrate für landesweites Telefonieren. Dabei werden Telefongespräche im Handyvertrag nicht sekundengenau über Inklusiv-Minuten abgerechnet, sondern pauschal über die monatliche Grundgebühr bezahlt – und das über die gesamte Mindestvertragslaufzeit. Eine Allnet-Flat ist ein echter Pauschaltarif für alle Netze: Mit ihr telefonierst Du sowohl im Mobilfunknetz als auch ins deutsche Festnetz einzig zum Preis Deiner monatlichen Grundgebühr. Einzige Einschränkung: Sonderrufnummern sind von der Pauschale ausgenommen, denn bei Sonderrufnummern handelt es sich in der Regel um Exklusivleistungen eines Drittanbieters, die separat bezahlt werden müssen. Vorsicht auch bei Anrufumleitungen: Was auf den ersten Blick komfortabel aussieht, kann schnell zusätzliche Kosten verursachen, denn viele Anbieter lassen sich Anrufumleitungen extra bezahlen. Ob die Weiterleitung eines Anrufs ein Tarifbestandteil von Deinem Handyvertrag ist, erfährst Du in den allgemeinen Geschäftsbedingungen Deines Anbieters und seit 2017 ganz bequem mit einem Blick auf das Produktinformationsblatt.

Welche Allnet-Flat ist die Beste?

Welche Allnet-Flat für Dich die Beste ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Ein reiner Leistungsvergleich erfordert etwas Sorgfalt. Denn obwohl grundsätzliche jede Allnet-Flat dasselbe bietet, gibt es natürlich Unterschiede bei der Wahl des Anbieters und der sonstigen Tarifbestandteile. Der erste Blick fällt bei den meisten Nutzern selbstverständlich auf den Preis. Aufgepasst: Dabei ist nicht allein der in einem Angebot ausgeschriebene Monatspreis entscheidend, sondern der Durchschnittspreis pro Monat über den Gesamten Abrechnungszeitraum. Denn neben der Grundgebühr kann bei einem Handyvertrag auch ein Anschlusspreis fällig werden oder umgekehrt ein Sofortbonus greifen. Vielfach preisen Anbieter eine vermeintliche Anschlussgebühr ein, um sie gleich wieder per Sofortbonus auszugleichen. Hintergrund: Der Kunde erhält den Eindruck einer Vergünstigung, die tatsächlich aber bereits längst Teil der grundlegenden Kalkulation war.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Wahl der besten Allnet-Flat ist die Frage, ob Du einen Handyvertrag mit Handy oder einen Tarif ohne Handy abschließt. Ist ein neues Smartphone Tarifbestandteil, dann ist es wichtig den eigentlichen Gerätepreis vom Gesamtpreis abzuziehen, damit Du die regulären Tarifleistungen miteinander vergleichen kannst. In vielen Fällen kann es sich lohnen, einen Handyvertrag mit Allnet-Flat abzuschließen und ein neues Handy separat zu kaufen.
Darüber hinaus kann auch die Wahl des richtigen Netzes entscheidend sein. Bis heute ist die Netzabdeckung bei Allnet-Flat-Anbietern wie der Telekom oder Vodafone auf dem Land besser als bei o2. Der deutsche Marktführer hat sich mit seinen günstigen Tarifen eher auf Ballungsgebiete spezialisiert. Hier lohnt ein Netzvergleich. Achtung: Viele Discounter wie Congstar, Otelo oder BASE greifen auf die Netzinfrastruktur ihres Mutterkonzerns zurück.

Worauf sollte ich bei der Wahl der richtigen Allnet-Flat achten?

Wie bereits beschrieben, spielen auch andere Faktoren bei der Wahl der Allnet-Flat eine Rolle. Denn in Zeiten des mobilen Internets kommt kaum ein Tarif mehr ohne Datenzugang aus. Hier lohnt es sich abermals zu vergleichen.
Wenn z.B. zwei Anbieter mit ähnlicher Grundgebühr und de facto ähnlichem Durchschnittspreis das Telefonieren zum Pauschaltarif ermöglichen, dann lohnt ein Blick auf den weiteren Leistungsumfang die Entscheidung erleichtern. Die Wahl des Inklusivvolumens ist dabei genauso wichtig wie die Datenübertragungsrate. Volumen und Geschwindigkeit bestimmen heute maßgeblich den Durchschnittspreis bei einem Handyvertrag. Wer keinen Wert auf Datenturbo legt, sollte zumindest beim Datenvolumen keine allzu großen Abstriche machen. Gerade Anbieter günstigerer Allnet-Flat-Tarife setzen häufiger auf eine sog. Datenautomatik. Bei der Datenautomatik wird nach Ende des Inklusiv-Datenvolumens zusätzliches Volumen automatisch aufgebucht – zu deutlichen Mehrkosten gegenüber der ursprünglichen Grundgebühr.

Brauche ich einen Roamingtarif extra?

Nein, seit 2017 ist das europaweite Telefonieren und Surfen zu festen Kontingenten auch ohne extra EU-Flat möglich, einen Roamingtarif musst Du nicht extra dazubuchen. Kunden können ihre Allnet-Flatrate inklusive Datenvolumen im EU-Ausland genauso nutzen wie innerhalb Deutschlands. Aufpassen solltest Du auf jeden Fall bei Ländern, die nicht zur EU gehören und auf Kreuzfahrtschiffen – hier gelten weiterhin klassische Roamingkosten.

Wieviel darf eine Allnet-Flat kosten?

Wie teuer eine Allnet-Flat ist, hängt maßgeblich von vier Faktoren ab: Dem Netz, davon ob ein Smartphone Tarifbestandteil ist, dem Datenvolumen und der Datenübertragungsgeschwindigkeit. Alle wichtigen Informationen zu Deinem Handyvertrag findest Du im seit 2017 obligatorischen Produktinformationsblatt. Immer mehr Anbieter sind in der Vergangenheit auch dazu übergegangen, den tatsächlichen Durchschnittspreis des Abrechnungszeitraums von sich aus darzustellen. Hier fließen dann alle Kostenfaktoren wie Anschlussgebühr, Grundgebühr, Sofortbonus und Gerätepreis automatisch mit ein und ergeben einen realistischen Durchschnittspreis mit den Kosten, die tatsächlich Monat für Monat anfallen. Gerade beim Gerätepreis hast Du selbst eine wichtige Stellschraube in der Hand. Wenn Du einen Handyvertrag mit Allnet-Flat abschließt, aber Dir ein neues Smartphone separat kaufst, kannst Du in einigen Fällen bares Geld sparen. Passende SIM-Only-Tarife findest Du natürlich auch bei DEINHANDY. Achte auf ausreichendes Datenvolumen! Eine Datenautomatik kann den eigentlichen Durchschnittspreis dramatisch erhöhen – da jedes GB extra separat abgerechnet wird – nach den Preisbestimmungen der Datenautomatik. Und das kann die eigentliche Grundgebühr deutlich erhöhen.

Allnet-Flat ohne Datenautomatik

Viele Anbieter, die einen Handyvertrag oder eine Allnet-Flat mit Datenautomatik anbieten, haben eine Option im Angebot, die Datenautomatik nachträglich abzuschalten. Oftmals genügt ein Anruf oder eine einfache Einstellung auf dem Portal des Mobilfunkanbieters, um sicherzustellen, dass künftig kein teures Datenvolumen extra aufgebucht wird. Dafür sinkt die Surfgeschwindigkeit auf 64 kbit/s, bzw. 32 kbit/s nach Ende des Datenvolumens innerhalb des Abrechnungszeitraums. Auf der anderen Seite gibt es heute bereits eine ganze Reihe günstiger Allnet-Tarife, die von Haus aus keine Datenautomatik beinhalten. Hier liegt in einigen Fällen die Anschlussgebühr oder Grundgebühr etwas höher – in der Kalkulation des Anbieters wird der Wegfall der Zusatzeinnahme dadurch vorweg eingepreist. Wichtiger als eine Datenautomatik ist aus unserer Sicht im Zweifelsfall immer eher ein Datenturbo, bzw. ein ausreichendes Datenvolumen – auch wenn der Durchschnittspreis dabei im Zweifel ein wenig höher liegt.

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