6DoF

6DoF ist die Abkürzung für „Six Degrees of Freedom“ (dt. Sechs Freiheitsgrade) und bezeichnet die Bewegungsfreiheit in einem dreidimensionalen Raum. Die sechs Grade sind zum einen die drei bekannten lotrechten Achsen vor und zurück (Längsachse), hinauf und hinunter (Vertikalachse), rechts und links (Querachse). Für komplette Bewegungsfreiheit eines Körpers kommen noch die Rotationen um die eben genannten Achsen hinzu: Rollen (Rotation um die Längsachse), Gieren (Rotation um die Vertikalachse) und Nicken (Rotation um die Querachse).

Das Prinzip der sechs Freiheitsgrade kommt beispielsweise in der Technik häufig vor, aber auch in der Entwicklung von Videospielen. Noch vor einigen Jahren bei den sogenannten „Jump ‘n‘ Run“-Spielen war die Bewegungsfreiheit der Figuren deutlich eingeschränkt. Der Spieler bewegt seinen Avatar dabei durch ein zweidimensionales Koordinatensystem. Durch den Einbezug weiterer Grade ist eine freiere Bewegung möglich. Ego-Shooter Spiele ermöglichen in der Regel fünf Freiheitsgrade: vor und zurück, hinauf und hinunter, links und rechts, gieren (Drehung von rechts nach links) und nicken (nach oben und nach unten schauen). Wenn ein Spiel zusätzlich eine Kontrolle der Neigung erlaubt, wird es manchmal als Spiel mit sechs Freiheitsgraden beschrieben. Das ist genau genommen nicht korrekt, da es sich dann nur um eine eingeschränkte Rotation handelt.

Gerade für VR-Technik wird 6DoF umso relevanter. Im neuen Prozessor von Qualcomm wird darauf zurückgegriffen.

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