Blickwinkelstabilität

Bei Display-Technologien versteht man unter der Blickwinkelstabilität den maximalen Winkel, unter welchem das Display mit akzeptablem Sichtkomfort beobachtet werden kann. Diesen Winkel nennt man einen Sichtkegel, er hängt vom Material des Displays und seiner Lichtabsorptionsfähigkeit ab. Der Blickwinkel bestimmt, wie das menschliche Auge die dargestellten Farben wahrnimmt. Wird das Display aus einem falschen Winkel betrachtet, verringern sich Farbintensität, Schärfe und Kontrast. Ist der Sichtkegel groß, ist auch der Winkel, aus dem man die Darstellungen auf dem Display ohne Einschränkungen sehen kann, sehr groß. Der Blickwinkel ist in der DIN-Norm als der Winkel definiert, bei dem noch ein Kontrast von 10:1 verbleibt.

Dass es bei einem falschen Betrachtungswinkel zu einer Farbverfälschung kommt, ist der Bauweise der Bildschirme geschuldet. Die Hersteller arbeiten derzeit überwiegend mit Flüssigkristallen, sei es im LCD oder im OLED-Display. Die Sichteinschränkung kann nicht beseitigt sondern lediglich verringert werden. Die Hersteller versuchen durch eine andere Anordnung der Farbpixel eine höhere Blickwinkelstabilität zu erreichen. Der perfekte Blickwinkel ist immer 0 Grad, was bedeutet, dass der Betrachter senkrecht auf den Bildschirm schauen muss.

Der Nachteil eines großen Blickwinkels beim Smartphones und anderen mobilen Devices ist, dass auch fremde Personen sehen können, was auf dem Display passiert und so zum Beispiel Nachrichten mitlesen können. Da einige Nutzer das gerne vermeiden möchten, gibt es auch Display-Folien, die den Blickwinkel, aus dem man alles auf dem Display einwandfrei erkennt, verringern.

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