Display

Display

Als Display bezeichnet man das Bauteil eines Smartphones oder eines anderen elektronischen Geräts, das als Bildschirm zur Visualisierung dient.

Displays unterscheiden sich in einer Reihe von Eigenschaften. Vor allem Größe, Seitenverhältnis, Bildwiederholfrequenz, Helligkeit, Kontrast und Auflösung zählen zu den wichtigsten Kenngrößen.
Die Größe eines Bildschirms bemisst sich an der Displaydiagonale. Das Seitenverhältnis hingegen definiert die Gewichtung der Bildschirmachsen. Während die Bildwiederholfrequenz bei LCD-Fernsehern in den vergangenen Jahren eine große Rolle spielte, ist sie bei Smartphones eine eher beiläufige Messgröße. Gerade bei Helligkeit und Kontrast jedoch gab es zuletzt deutliche Fortschritte, die sicherstellen, dass Smartphone-Displays auch bei Tageslicht und direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar sind. So stellen Displays heute kontrastreichere, farbintensivere und schärfere Bilder dar als frühere Modelle. Hier spielt auch die Pixeldichte des Bildschirms eine Rolle. Sie errechnet sich aus dem Verhältnis der Displaygröße und der Auflösung. Je höher der Wert umso schärfer die Anzeige.

Im Unterschied zu rein darstellenden Displays, sind Smartphone-Displays zusätzlich mit einem sog. „Digitizer“ ausgestattet. Dabei handelt es sich um ein elektrosensorisches Oberflächenelement, das Berührungseingaben in Displaybewegungen übersetzt. Der Digitizer ist es, der ein Display zu einem Touchscreen macht.

In der Vergangenheit fanden hier zwei unterschiedliche Technologien Einsatz im Displaybereich: Resistive und Kapazitive Displays. Resistive Displays gehören heute (Stand 2017) der Vergangenheit an.

Resistive Touchscreens reagieren auf Druck

Resistive Touchscreens stellten die erste Generation von Touchscreens dar. Sie zeichneten sich dadurch aus, dass sie direkt auf Druck reagieren. Trotzdem sind sie nicht mit dem neuesten Trend rund um "ForceTouch" oder "3DTouch" vergleichbar. Der große Vorteil resistiver Touchscreens war in erster Linie ihre Robustheit. Resistive Displays sind deutlich kratzunempfindlicher als ihre modernen Nachfolger, doch dazu später. Von der technischen Seite betrachtet, handelt es sich beim resistiven Display um zwei Schichten unterschiedlicher Materialien, üblicherweise Polyester und Glas. Im Betrieb wird eine der beiden unter Gleichspannung gesetzt, typischerweise die Glasschicht. Berührt man nun das Displays durch einen Fingerdruck, werden die beiden Schichten zusammengedrückt. Nun kann man den Spannungsaufbau auch an der oberen Polysterschicht messen und die Druckstelle lokalsieren.

Kapazitive Touchscreens arbeiten über Berührung

Der Kapazitive Touchscreen arbeitet, anders als sein Vorgänger, auch ohne jeden physischen Druck. Hier müssen keine Schichten aufeinandergepresst werden, um eine Spannungsänderung zu bewirken, denn der kapazitive Touchscreen aktueller Bauart besteht nur noch aus einer singulären Glasschicht, auf die eine leitfähige Folie direkt aufgebracht worden ist. Nun wird Wechselstrom angelegt und ein Feld aufgebaut, das individuelle Berührungen an jeder Position des Displays messbar macht, indem der Stromfluss an allen Ecken des Displays gemessen wird

Mittlerweile werden Displays mit immer mehr Features ausgestattet. So brachten Samsung und LG 2016 beispielsweise das Always-on-Display auf den Markt. 2017 ging es dann vor allem um die Größe der Displays. Mit dem iPhone X, dem Galaxy S8 und dem LG G6 verbauten die Hersteller fast randlose Displays in ihren Smartphones. 

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