Drosselung

In Bezug auf Smartphones und Tablets bezeichnet der Begriff „Drosselung“ überwiegend das Herabsetzen der Internetgeschwindigkeit. Sie macht sich dann bemerkbar, wenn Du Dein monatliches Datenvolumen aufgebraucht hast. Viele Anbieter aktivieren vor der Drosselung die sogenannte Datenautomatik, mit der zusätzliches Datenvolumen auf Dein Smartphone gebucht wird. Wenn die Kapazität hierfür ebenfalls erschöpft ist, drosselt der Provider Deine Internetgeschwindigkeit. In der Regel musst Du nicht komplett auf das Internet verzichten. Mit gedrosseltem Internet online zu sein bedeutet, mit weniger Mbit/s zu surfen. Mit anderen Worten: Du brauchst deutlich länger, um Videos, Webseiten und andere Online-Inhalte zu laden.

Apple und die abgenutzten iPhones

Zuletzt geriet der Technik-Konzern Apple wegen Geräte-Drosselungen in die Kritik. Verbraucher fanden heraus, dass das Unternehmen die Prozessorleistung von alten iPhones mit speziellen Updates ausbremst. Ein iPhone, das eigentlich tadellos funktioniert, muss dementsprechend früher ausgetauscht werden. Seit Bekanntmachung flattern immer mehr Verbraucherklagen, meist als Sammelklagen, ins Apple-Büro. Die Firma hat sich inzwischen bei den Nutzern entschuldigt und verspricht mit iOS 11.3 Besserung in Form einer neuen Einstellung, über die sich die Drosselung abschalten lässt. Übrigens finden auch Animojis mit iOS 11.3 den Weg zu iPhones und iPads.

Die Drosselung wirkt sich auf das komplette Smartphone aus. Egal, ob Du damit Streaming betreibst, ein Mobilegame zockst oder einfach nur eine WhatsApp-Nachricht schreibst, mit einer geringeren Prozessorleistung verlierst Du schnell den Spaß.

Um ein neues iPhone von einem alten zu unterscheiden, kontrolliert die Software den Akku. Hat er ein bestimmtes Alter erreicht, wird der Prozessor gedrosselt. Neuere Akkus sind erst einmal sicher, bis auch sie wieder überholt sind. Um kein gedrosseltes iPhone verwenden zu müssen, musst Du entweder einen Akkutausch vornehmen oder brauchst ein neues Smartphone. Ein Akkutausch selbst über die Bühne zu bringen ist allerdings ein schwieriges Unterfangen, deshalb solltest Du das den Profis überlassen.

DSL-Drossel - Was bedeutet das?

Nicht nur Handytarife sind von Geschwindigkeitsbremsen betroffen, wenn sie eine bestimmte Kapazität ausgereizt haben, auch in Festnetz-Tarifen mancher Provider findet sich immer noch eine Drossel-Klausel. Die besagt, dass trotz Flatrate auch zu Hause die Nutzungsrate heruntergefahren wird, wenn der Nutzer zu viel Volumen verbraucht. Die Grenze für DSL-Anschlüsse liegt allerdings deutlich höher, meist bei mehreren hundert Gigabyte bis zu einigen Terabyte.

Durch DSL-Drosselungen sollen vor allem Poweruser ausgebremst werden, die haufenweise Videos, Filme, Spiele oder andere große Dateien aus dem Internet herunterladen. Vodafone beispielsweise bietet DSL-Tarife ohne Drosselung an. Bei einigen anderen Anbietern ist ein Tarif ohne Abschaltung des Highspeed-Erlebnisses grundsätzlich zwar möglich, aber auch meist teurer als einer mit Drosselung.

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