Dual-SIM-Handy

Dual-SIM-Handys verfügen über zwei SIM-Karten-Steckplätze. Dementsprechend bieten sie Platz für zwei SIM-Karten gleichzeitig. Das erste Gerät mit dieser Funktion kam im Jahr 2000 mit dem Benefon Twin auf den Markt. Bereits 2003 war es möglich, sein Handy mit einem entsprechenden Adapter nachzurüsten. Bis 2006 bestand allerdings nur die Möglichkeit, die SIM-Karten im Wechsel zu benutzen, bis asiatische Hersteller eine Möglichkeit für den gleichzeitigen Betrieb fanden. Im November 2007 bot Samsung mit dem D880 als erster namhafter Hersteller ein Dual-SIM-Handy an. Mittlerweile bauen auch viele andere Hersteller zwei Karten Slots in ihre Smartphones ein. Beliebte Smartphones mit Dual-SIM-Nutzung sind unter anderem das Huawei Mate 10 Lite Dual SIM, mit einem 5,9 Zoll großen Display und das Nokia 6. Seit 2011 gibt es auch weitere Multi-SIM-Geräte, die die Nutzung von drei und mehr SIM-Karten ermöglichen (Tri- und Quad-SIM-Geräte).

Vorteile von Dual-SIM

Beim Dual-SIM-Betrieb wird in zwei Betriebsmodi unterschieden: „Dual-SIM-Standby“ und „Dual-SIM-Active“. Die erste Version ist die weiter verbreitete, weil der Nutzer selbst auswählen kann, welche Karte er gerade nutzen möchte – die andere Karte ist während dieser Zeit nicht nutzbar. Die zweite Variante benötigt zwei Sende- und Empfangseinheiten, um beide Karten aktiv nutzen zu können. Das ist sehr praktisch, denn dadurch wechselst Du zwischen beiden Karten, ohne das Handy aus- und einzuschalten. Stattdessen werden alle Nummern einer bestimmten SIM-Karte zugeordnet. Sobald Du einen Kontakt anrufst, aktiviert sich automatisch die passende Rufnummer. Diese Lösung bietet sich vor allem dann an, wenn Du dasselbe Smartphone privat und beruflich nutzt, aber eine getrennte Abrechnung brauchst. Durch zwei SIM-Karten könne auch im Inland praktische Tarife kombiniert werden, wenn beispielsweise ein Tarif eine Allnet-Flat beinhaltet und der andere besonders schnelles Surfen ermöglicht. Auch das Datenvolumen kann so zusätzlich erhöht werden.

Auch im Ausland ist ein Dual-SIM-Handy eine sinnvolle Ergänzung, beispielsweise durch Benutzung einer landesüblichen SIM-Karte des jeweiligen Urlaubslandes. So telefonierst und surfst Du im Ausland kostengünstig und bist dennoch unter Deiner normalen Rufnummer erreichbar.

Du kannst mit zwei Mobilfunkanschlüssen nicht nur zu zwei unterschiedlichen Tarifen telefonieren, sondern auch SIM-Karten zweier völlig unterschiedlicher Mobilfunkanbieter verwenden. Eine Karte könnte beispielsweise von Vodafone sein und die andere von der Telekom. Einen Adapter benötigst Du nicht, denn die meisten SIM-Karten werden mittlerweile ohnehin in drei verschiedenen Größen geliefert. Durchgesetzt hat sich bei Smartphones die Nano-Variante.

Welche Smartphones unterstützen Dual-SIM?

Es gibt sehr viele Handys, die über zwei Steckplätze verfügen. Unter anderem das HTC U11, das Lenovo Moto G5, das Samsung Galaxy S8 Duos, das Sony Xperia XA2, ausgestattet mit dem Qualcomm Snapdragon 630, das Honor 9 Lite, das Huawei P10 Lite Dual SIM, das Microsoft Lumia 950, das Huawei Mate 10, das mit der beliebten EmUI-Oberfläche ausgestattet ist, das OnePlus 3T, das mit dem Kirin-Prozessor läuft, und viele andere, die Du auf deinhandy.de findest. Dort stehen Dir auch Smartphones mit anderen Features zur Verfügung, beispielsweise Modelle mit Fingerabdrucksensor und Kameras, die mit bis zu 23 Megapixel auflösen.

Wenn Du kein Interesse mehr an der zweiten SIM-Karte hast, kannst Du den Vertrag kündigen und trotzdem weiter auf die Kontakte zugreifen, die mit der Karte verknüpft sind.

Übrigens: Anstelle einer zweiten SIM-Karte kannst Du den zweiten Steckplatz Deines Dual-SIM-Handys auch für eine MicroSD-Karte verwenden und den Speicher Deines Smartphones erhöhen.

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