Fingerabdrucksensor

Smartphones und Tablets lassen sich auf verschiedene Weise sperren, damit fremde Personen nicht darauf zugreifen können. Während in älteren Modellen vor allem PIN-Nummern und Muster an der Tagesordnung sind, kommen immer mehr mobile Geräte auf den Markt, die sich per Gesichtserkennung oder über einen Fingerabdrucksensor entsperren lassen. Beide Verfahren gelten derzeit als besonders sicher, weil sie sich nicht ausspähen lassen. Stattdessen muss eine bestimmte Person den Finger auf das Smartphone legen und voilá – das Handy ist entsperrt.

Auf iPhones und iPads befindet sich der Fingerabdruckscanner auf dem Home Button, Android-Geräte nutzen meist den Touchscreen oder die Rückseite des Smartphones.

So funktioniert ein Fingerabdrucksensor

Vor dem ersten Gebrauch der Sperrfunktion legst Du Deinen Finger auf den Sensor und das Smartphone knipst ein Bild. Das wird meist als sogenannter Hashcode und nicht als Bilddatei abgespeichert. Dadurch lässt sich der Abdruck später nicht rekonstruieren. Ist er einmal abgespeichert, nimmt der Scanner bei jedem Entsperr-Vorgang den neuen Fingerabdruck (englisch: Fingerprint) auf und vergleicht ihn mit dem vorhandenen. Sind die Finger identisch, löst das Smartphone die Tastensperre. Wenn nicht, bleibt das Display gesperrt.

Damit das funktioniert, braucht das Smartphone kapazitive Sensoren. Sie bilden eine Art Vorher-Nachher-Vergleich ab und bemerken, wenn der Fingerabdruckscanner gerade verwendet wird. Ob es sich um ein Display mit OLEDs oder um ein Synaptics-Modell handelt, spielt keiner Rolle.

Vor- und Nachteile eines Fingerabdrucksensors

Fingerabdruckscanner machen sich einen Umstand zu Nutze: Jeder Mensch lässt sich anhand seines Fingerabdrucks identifizieren, denn der ist bei jedem einzigartig. Deshalb gilt die Technik als eine der sichersten, die es derzeit gibt. Bei Geräten wie Smartphones gibt es jedoch ein entscheidendes Problem: Die Handys sind übersät mit Fingerabdrücken. Mit ihrer Hilfe könnten Fremde das System überlisten, indem sie eine Fingerabdruck-Kopie erstellen. Für Laien mag das schwierig sein, wer sich jedoch mit Kriminaltechnik auskennt, hat ein leichtes Spiel. In wichtigen Institutionen beugt man vor, indem ein spezieller Sensor verbaut wird. Er überprüft die Authentizität des Fingers und erkennt, ob ein Papierstück oder ein echter Finger auf dem Fingerabdruckscanner liegt.

Der amerikanische Halbleiterhersteller Qualcomm, der vor allem wegen seiner Smartphone-Prozessoren bekannt ist, setzt auf die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Hierbei braucht der Anwender immer zwei Dinge, um an Daten oder Geräte heranzukommen. Aus dem Alltag bekannt ist dieses Verfahren beispielsweise bei der Bank, bei der neben der PIN auch die EC-Karte benötigt wird, um Geld abzuheben. Das Verfahren gilt als sehr sicher, ist auf Smartphones und Tablets derzeit aber nicht praktikabel.

Welche Modelle beinhalten einen Fingerabdrucksensor?

Fingerabdrucksensoren gibt es mittlerweile in sehr vielen Smartphones. So findet sich die Technik unter anderem in den Huawei-Geräten P10, Honor und U11, in Modellen der „Samsung galaxy“- und „Sony Xperia“-Reihe, in Vivo-Smartphones, im Motorola Moto und in Wiko- und OnePlus-Geräten. Aber auch andere Smartphones und Tablets setzen auf Fingerabdruckscanner.

Die SIM-Karte und der Provider spielen keine Rolle beim Fingerprint-Abgleich, deshalb ist es egal, ob Du beispielsweise einen Vertrag bei Congstar, O2 oder Vodafone hast.

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