Internet-Flat

Egal ob Telefon-, SMS- oder Internet-Flat, eine Flatrate bezeichnet einen Tarif, bei dem der Kunde eine Grundgebühr entrichtet, anstatt eine nutzungsbasierte Leistungsabrechnung zu bezahlen. Üblicher Abrechnungszeitraum ist der Verbrauchsmonat, der oftmals nicht vom 1. des einen Monats zum 1. des Folgemonats aktiv ist, sondern beispielsweise vom 15. bis zum 15.

Die erste Internet-Flat in Deutschland war eine von der Deutschen Telekom ins Leben gerufene DSL-Flatrate im Jahr 1999. Sie kostete seinerzeit 49 Mark pro Monat - ein Preis, der eine klare Einsparung gegenüber minutengenauer Abrechnung erlaubte, denn die war bis dahin - und noch über die Jahrtausendwende hinaus - weit verbreitet. Auch heute läuft die Taktung noch pro Minute, mit einer Internet-Flat und anderen Pauschalangeboten fällt das allerdings nur noch selten ins Gewicht. Sonderrufnummern (auch: Sondernummern), beispielsweise der Notruf oder die Polizei können grundsätzlich kostenlos angerufen werden.

Internet-Flatrates nehmen Fahrt auf

Mit dem Aufkommen der Smartphones hat die Internet-Flat ihren Siegeszug auch im Mobilfunkgeschäft angetreten. Attraktive Tarife mit unterschiedlichen Datenvolumen und Übertragungsraten erlauben eine Vielzahl verfügbarer Preis-Leistungskombinationen. Heutzutage reichen die meisten Internet-Flats für Smartphones von 250 MB bis zu 12 und mehr Gigabyte. Während früher nur wenige Kbit/s üblich waren, können Nutzer mit dem derzeit aktuellen Datenübertragungsstandard LTE und je nach Netzempfang eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 1.000 Mbit/s erreichen. Die gilt allerdings nur für den Downstream, der Upload von Daten geht grundsätzlich langsamer vonstatten.

Technologisch ist die Anbindung aller Übertragungsarten nach LTE-Standard heute identisch - wenn auch noch nicht jeder Endgerätetyp in der Lage ist, die derzeit verfügbare Maximalgeschwindigkeit zu übermitteln. Außerdem spielen auch die Mobilfunknetze und deren Anbieter eine große Rolle, denn nur mit stabilem Netzempfang lässt sich der volle Umfang des Datenvolumens nutzen. Wie gut Du unterwegs telefonieren kannst, hängt vor allem mit dem Netzausbaugebiet zusammen. Wo es keine Sendemasten gibt, kann auch kein Handy funktionieren – jedenfalls nicht zum Surfen und Telefonieren. Kleinere Provider, beispielsweise Aldi Talk, Klarmobil, Ortel, Netcologne und Mobilcom Debitel nutzen meist die Leitungen anderer Anbieter, um den Netzempfang für Kunden zu verbessern.

Internet-Flat macht Verträge populär

Vor allem für Vielsurfer bietet sich eine Internet-Flat mit monatlicher Grundgebühr anstelle eines Prepaid-Tarifs an, denn Verträge sind heutzutage deutlich flexibler als in früheren Zeiten. Die Optionslaufzeit für einzelne Flatrates und die gesamte Vertragslaufzeit ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, ebenso wie die Kündigungsfrist. Eine Vertragsverlängerung läuft meist automatisch, sofern der Nutzer die Dienstleistung nicht selbstständig stoppt. Wer nicht bei seinem Altanbieter bleibt, sondern frühzeitig zu einem anderen Provider wechselt, kann gegebenenfalls einen Sofortbonus oder eine Zusatzdienstleistung abstauben.

Wenn die Inklusiveinheiten der Internet-Flat verbraucht sind, tritt meist die sogenannte Datenautomatik in Kraft. Sie bucht selbstständig neues Datenvolumen aufs Handy, damit die Nutzer ihren mobilen Internetzugang weiterhin ohne Drosselung verwenden können. In den Tarifdetails ist festgehalten, ob es eine Datenautomatik gibt oder nicht. Wer sie ausschalten möchte, muss sich dafür in der Regel an den Provider wenden.

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