LTE

„LTE“ steht für „Long Term Evolution“ und ist der derzeit aktuelle Mobilfunkstandard für Höchstgeschwindigkeits-Zugang ins mobile Internet. LTE ist auch bekannt unter dem Kürzel „4G“, der für „4. Generation“ steht. Vorläufer von LTE/4G waren unter anderem die Datenübertragungsstandards HSDPA/UMTS (3G), EDGE/GSM (2G) und die analogen Netze (1G).

Mit bis zu 500Mbit/s erlaubt LTE heute Downloadgeschwindigkeiten, wie sie vor einigen Jahren noch einzig Festnetz-DSL-Anschlüssen vorbehalten waren. Technisch basiert LTE auf den Standards, wie sie bereits mit UMTS etabliert worden sind. Die Mobilfunkanbieter waren dadurch in der komfortablen Lage, ihre bestehende UMTS-Infrastruktur verhältnismäßig kostengünstig auf den aktuellen Stand der Technik aufrüsten zu können. LTE-Frequenzen variieren regional, sie reichen vom 700 bis 2600 Mhz und sind damit zum Teil das direkte Ergebnis der sogenannten „digitalen Dividende“ – also der Neuvergabe von alten Analogfrequenzen.

Während Mobilfunknutzer in Deutschland mit dem Begriff „LTE“ vertraut sind, ist bisher kaum bekannt, dass die großen Netzbetreiber ihre Netzstruktur mittlerweile auf den Standard „LTE Advanced“ ausgebaut haben. LTE Advanced ermöglicht eine nochmalige Steigerung des empfangbaren Datenvolumens auf bis zu 1000 Mbit/s. LTE-Advanced ist abwärtskompatibel zu LTE. Smartphones, die bisher LTE-fähig waren, können also ohne jede Einschränkung weiterhin für den Zugang ins mobile Internet genutzt werden.

LTE ist vor allem dank geringer Latenzzeiten ideal für Voice-over-LTE-Telefonie und Videostreams. Aber auch das immer beliebtere Casual Gaming profitiert deutlich von der schnellen Übertragungsrate. Letztlich ist es LTE, das die Verwendung des Smartphones als alltagstauglichem Wegbegleiter erst tatsächlich ermöglicht, denn auch wenn Smartphones bereits in der Vergangenheit vor allem durch einen komfortablen Zugang ins Internet überzeugten; die Möglichkeit „always on“ zu sein, verleiht ihnen erst der aktuelle Highspeed-Standard.

LTE wird mittlerweile nicht mehr ausschließlich für das mobile Surfen genutzt. In ländlichen Regionen, in denen keine oder nur schlechte DSL-Verbindungen möglich sind, rüsten Provider ihre Mobilfunkmasten auf und ermöglichen es so auch Zuhause mit LTE zu surfen. Der Empfang erfolgt ganz einfach über einen Router. Der Nachteil: Häufig sind LTE-Tarife für Zuhause an ein Datenvolumen gekoppelt. So wird das Netz langsamer, wenn das Volumen verbraucht ist. Außerdem müssen Nutzer damit rechnen, dass ihr Netz langsamer wird, wenn mehrere Personen gleichzeitig surfen wollen.

4G - Der neue Mobilfunkstandard

4G ist ein Mobilfunkstandard, der sich aus LTE, LTE-Advanced, GSM, HSPA und UMTS entwickelt hat. Er wird auch als vierte Generation bezeichnet und ist deutlich schneller als LTE, mit dem im Download bis zu 100 Mbit/s möglich sind. 4G schafft hingegen Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s. Mit 5G, das derweil entwickelt wird, sollen in Zukunft Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit/s möglich sein. Das ist sogar schneller als so manche LAN-Verbindung.

4G ist mittlerweile mit jedem neuen Smartphone möglich. Ältere Modelle können mit dem Standard möglicherweise noch nichts anfangen. Um das 4G-Netz in vollem Umfang nutzen zu können, ist eine gute Netzabdeckung wichtig. Je besser der Netzempfang ist, desto schneller ist auch die Internetverbindung. Mittels 4G lassen sich selbst anspruchsvolle mobile Online-Spiele zocken und aufwendige Videos streamen, sofern der Empfang gut bleibt.

In Großstädten ist das Netz grundsätzlich besser ausgebaut als in ländlichen Gebieten. Deshalb solltest Du in großen Städten nicht so viele Probleme mit dem 4G-Netz haben wie in kleineren Ortschaften. In der Nähe von Sendemasten ist jedoch auch auf dem Dorf High-Speed-Internet möglich.

Bisher sind LAN-Verbindungen die schnellsten und zuverlässigsten Schnittstellen zum Internet, denn sie sind stabiler und darüber hinaus lassen sich Daten schneller transportieren. Mit 5G könnte das bald allerdings anders aussehen – immer vorausgesetzt, dass optimale Bedingungen herrschen und die Geschwindigkeit in vollem Umfang genutzt werden kann. Die Übertragungsraten beziehen sich grundsätzlich auf den Download. Wer Daten uploaden möchte, muss mit längeren Wartezeiten und geringeren Geschwindigkeiten rechnen.

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