MMS

Die MMS, englisches Kürzel für "Multimedia Messaging Service", also Multimedia-Benachrichtigungsdienst, ist eine aus der SMS, ausgeschrieben: Short Message Service, hervorgegangene Weiterentwicklung der Kurznachricht. Sie bietet die Möglichkeit, multimediale Inhalte an andere Empfänger oder eine E-Mail-Adresse zu schicken. Das Vorreiter-Modell in Sachen MMS ist das Sony Ericsson T68i.

Heute verschicken Nutzer Bilder und Videos meist per Instant-Messenger über das Internet. Zum Beispiel mit WhatsApp. Das ist deutlich günstiger, denn in der Regel einhalten Tarife keine Flatrate für MMS.

MMS damals

Als Handys noch nicht Internet-fähig waren, beziehungsweise lediglich mittels sogenannter WAP-Technik online gehen konnten, gab es nicht viele Möglichkeiten, Bilder von einem Gerät aufs andere zu übertragen. Bei klassischen Handys, wie dem alten Nokia 3310, blieb dem Nutzer keine andere Möglichkeit, als eine MMS zu verschicken. Diese Art Bildnachrichten haben jedoch wenig gemeinsam mit dem, was wir heute unter MMS verstehen. Bluetooth und Infrarot kamen erst sehr viel später. Das erste Handy mit MMS-Funktion war das Sony Ericsson T68i.

Wenn eine MMS losgeschickt wird, landet das Datenpaket zunächst im Multimedia Messaging Service Center, kurz: MMSC. Dort wird die MMS zwischengespeichert und wartet auf die Übermittlung an den Empfänger. Vorher durchläuft sie den Transcoding-Prozess, bei dem die MMS ins richtige Format umgewandelt wird, damit der Empfänger sie ansehen kann. Wird die MMS nach mehreren Zustellungsversuchen vom Empfänger nicht abgerufen, wird sie gelöscht.

MMS heute

Mittlerweile sind MMS und die WAP-Technik überholt, denn Bilder lassen sich deutlich preiswerter und schneller übers Internet und verschiedene Messenger verschicken. Vor allem in Zeiten von LTE und den Übertragungsstandards GPRS, GSM, HSCSD und EDGE ist es selbst mit mobilem Internet möglich, große Dateien und Videos zu versenden. Darüber hinaus waren Bilder damals nur wenige Kbyte groß, heute lassen sich selbst mehrere Gigabyte mittels Messenger übertragen.

Dennoch besteht das MMSCS noch und MMS zu verschicken wäre möglich. Übrigens: Wenn Deine SMS zu lang sind, werden sie automatisch in MMS umgewandelt. Wenn dieser Fall eintritt, wirst Du allerdings frühzeitig gewarnt. Mit einer SMS-Flat ist es lohnenswerter, viele kürzere Nachrichten zu versenden anstelle einer langen.

Wer eine Alternative zur multimedialen MMS sucht, kann von der EMS Gebrauch machen. Sie ist zwar nicht so umfangreich wie eine MMS, kann aber kleine Bilder und sogar Töne übertragen. Außerdem ist sie, anders als SMS, nicht auf 160 Zeichen begrenzt.

Netzbetreiber und MMS

Netzbetreibern käme es unter Umständen gut gelegen, wenn Menschen mehr MMS versenden würden, denn sie sind ziemlich teuer und bisher sind MMS-Flatrates rar. In den Tarifdetails von Vodafone, O2 und Co findest Du einen Hinweis darauf, wie viel Dich eine Bildnachricht kostet.

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