Prepaid

Prepaid ist die weitverbreitete Alternative zum vertragsgebundenen Telefonieren (Postpaid), mit Basistarif. Direkt übersetzt bedeutet Prepaid, dass der Kunde bezahlt, bevor er telefoniert. Üblicherweise wird die Prepaid-Karte mit einem vorher festgelegten Guthaben aufgeladen, das anschließend aufgebraucht wird. Guthaben können beispielsweise über Guthabenkarten oder Banküberweisungen auf das Handy geladen werden. Prepaid-Tarife erfreuen sich bei jüngeren Telefon-Nutzern bis heute großer Beliebtheit, denn neben der größeren Unabhängigkeit ohne feste Vertragsbindung erlauben Prepaid-Tarife auch eine klarere Ausgabenkontrolle. Prepaidkarten gibt es nicht mehr nur für Telefonie und SMS, auch Datenvolumen gehört zu den Angeboten.

Vorteile von Prepaid

Guthaben von Prepaid-Karten dürfen nicht verfallen, das hat der Gesetzgeber geregelt. Sogar nach Ende der Mindestvertragslaufzeit haben Prepaid-Kunden Anspruch auf gebührenfreie Auszahlung ihres Guthabens. Prepaid-Karten können seit Wegfallen der EU-Roaminggebühren im Jahr 2017 sogar EU-weit genutzt werden. Denn seit dem 15. Juni 2017 gilt auch für Prepaid-Verträge das Prinzip „Roam like at home“. Dieses Prinzip sorgt innerhalb der EU für identische Kosten im Vergleich zu Telefongesprächen, SMS und mobilen Daten im Inland. Allerdings können die Provider eigene Roaming-Konditionen für Prepaid- und Postpaid-Tarife festschreiben.

Außerdem ist es in vielen Fällen möglich, die eigene Handynummer auf einen neuen Prepaid-Vertrag zu übertragen. Die Rufnummernportierung von einem Prepaid-Vertrag in einen regulären Laufzeitvertrag ist in der Regel ebenfalls möglich. Hier kommt es darauf an, entsprechende Informationen beim Anbieter vor Vertragsabschluss einzuholen.

Nachteile von Prepaid

Obwohl Prepaid-Angebote auch eindeutige Vorteile aufweisen, gibt es Fallstricke, die die Nutzung von Prepaid-Tarifen verkomplizieren. So kann es bei einigen Anbietern notwendig sein, das bestehende Guthaben von Zeit zu Zeit zu ergänzen, also die Prepaid-Karte neu aufzuladen – selbst dann, wenn der Nutzer seinen Tarif im Abrechnungszeitraum nicht aktiv nutzt. Hintergrund: Anbieter behalten sich in manchen Fällen vor, die SIM-Karte vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit zu deaktivieren oder den Vertrag bei Nichtnutzung zu kündigen. In anderen Fällen zieht die Nichtbenutzung der Prepaid-Karte eine Verwaltungsgebühr nach sich.

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