SAR-Wert

SAR steht für "Spezifische Absorptionsrate" und ist das Maß für die Aufnahme elektromagnetischer Felder in einem Material. Je niedriger der Wert ist, desto weniger elektromagnetische Strahlung wird vom Empfängermaterial aufgenommen. Tatsächlich bezeichnet der SAR-Wert so das Maß der Erwärmung menschlichen Gewebes durch die von einem Handy verursachte Strahlung. Die Maßeinheit ist Leistung pro Masse in der Einheit Watt/Kilogramm, kurz: W/kg. Für handelsübliche Smartphones sind die Grenzwerte 0,10 und 1,99 W/kg entscheidend. Das BfS und die Weltgesundheitsorganisation raten vom Kauf von Geräten ab, die bei über 2,0 W/kg liegen. Ein Handy, das einen niedrigeren Wert aufweist als 0,10 W/kg, erhält mit dem Blauen Engel eine besondere Auszeichnung für umweltfreundliche und strahlungsarme Technik. Der für Handys gültige SAR-Wert bezieht sich immer auf die maximale Sendeleistung eines Smartphones, nicht auf einen alltagsbezogenen Durchschnittswert. Darum liegt die tatsächliche SAR-Belastung eines Mobiltelefons häufig niedriger.

Ist Handystrahlung gefährlich?

Bislang ist nicht abschließend geklärt, ob die von Smartphones und Handys ausgehende elektromagnetische Strahlung gesundheitliche Folgen für ihre Nutzern hat. Übliche Richtwerte lagen in den vergangenen Jahren ungefähr zwischen 0,10 und rund 2 W/kg.

Wie stark ist Handystrahlung?

Je schlechter das umliegende Gebiet mit Sendemasten ausgebaut ist, desto höher ist die tatsächliche Strahlenbelastung. Denn je mehr Leistung das Smartphone für die Aufrechterhaltung des Sende- und Empfangsbetriebs aufbringen muss, desto größer ist auch der augenblickliche SAR-Wert. In Ballungsgebieten und Städten mit gut ausgebautem Mobilfunknetz entsteht darum tendenziell eine geringere SAR-Belastung durch das Handy, während Flächenregionen mit geringerer Infrastrukturdichte eine höhere Sendeleistung erfordern und damit zu einer stärkeren SAR-Belastung beitragen. Gleichzeitig gilt umgekehrt, dass der Aufenthalt in mit Stahlbeton bewehrten Gebäuden oder Kraftfahrzeugen die notwendige Sendeleistung erhöht. Das vom Faraday'schen Käfig bekannte Grundprinzip sorgt hier für schlechtere Sende- und Empfangsbedingungen, die durch eine stärkere Sendeleistung des Smartphones kompensiert wird. In modernen Mobilfunknetzen wird dabei die zulässige Maximalbelastung von 2 W/kg jedoch nicht überschritten.

Welches Handy hat einen niedrigen SAR-Wert?

Damit Verbraucher Smartphones einfacher miteinander vergleichen können, wurde das Messverfahren für die Angabe des SAR-Werts vereinheitlicht. Neben den Angaben der Hersteller kannst Du die Website des Bundesamts für Strahlenschutz nutzen, um den SAR-Wert Deines Smartphones herauszufinden. Die Messwerte des BfS berücksichtegen auch den Unterschied zwischen Telefonieren und Tragen des Handys am Körper im Standby-Modus.

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