SIM-Karte

SIM ist eine englischsprachige Abkürzung für „Subscriber identity module“, als auf Deutsch „Vertragsnehmer-Identitätsmodul“. Bei der SIM-Karte handelt es sich um eine Chipkarte in verschiedenen Formaten, die in das Smartphone oder Tablet eingelegt wird und die eindeutige Identifikation eines Mobilfunkteilnehmers innerhalb eines Netzes ermöglicht. Mithilfe der SIM-Karte ist es Mobilfunkanbietern möglich, Nutzern genau die Leistungen zuzuordnen und zur Verfügung zu stellen, die sie gebucht haben.

Technisch betrachtet ist ein SIM-Chip ein mobiler Prozessor mit Speichereinheit, der durch eine mehrstellige PIN vor fremdem Zugriff geschützt werden kann. Auf der SIM ist die sog. IMSI gespeichert. Sie wird bei der Einbuchung in ein Anbieternetz unverschlüsselt übertragen und erlaubt die individuelle Authentifizierung eines Anbieters. Darüber hinaus wird sie aber auch von Strafverfolgungsbehörden dazu benutzt, Mobilfunktelefonate abzuhören und eine eindeutige Ortung eines Nutzers vorzunehmen.

Weiterhin sind auf der SIM-Karte verschiedene Ziffernreihen und Algorithmen hinterlegt, die der Verschlüsselung von Sprachensignalen dienen. Außerdem wird auf der SIM hinterlegt, welche Netze einem Nutzer zugänglich sind, aber auch Telefonkontakte, SMS und Anruflisten können auf der SIM-Karte gespeichert werden. Die Kombination aus SIM und Telefon („Mobile Equipment“ im Branchenjargon) ergibt die sog. „Mobile Station“ in GSM-Netzen. 2015 befanden sich über 110 Millionen SIM-Karten in Deutschland im Umlauf. 

 

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