So findest Du den richtigen Handyvertrag!

Alle Jahre wieder steht sie ins Haus: Die Vertragsverlängerung. Rund 131 Millionen Mobilfunkanschlüsse zählt die Bundesnetzagentur im Jahr 2017, und nie war die Auswahl an Tarifen und Smartphones größer – und schwieriger. Denn Datenvolumen, Allnet-Flat und Co. mit Sorgfalt ausgesucht sein. Wir zeigen Dir, wie Du den Handytarif findest, der zu Dir passt.


Altvertrag kündigen

Fangen wir mit dem wichtigsten an: Dem Altvertrag. Wer einen klassischen Laufzeitvertrag ohne monatliche Ausstiegsklausel abgeschlossen hat, sollte sich rechtzeitig darum kümmern seinen Altvertrag zu kündigen.

Hintergrund: Wer seinen Vertrag nicht kündigt, willigt in den allermeisten Fällen in eine automatische Vertragsverlängerung um 12 Monate ein – und damit oftmals in überholte Konditionen. Gerade in den vergangenen drei Jahren haben die meisten Provider ihre Tarifleistungen deutlich verbessert. Wer sich auf die automatische Vertragsverlängerung einlässt, bekommt also weniger zu einem höheren Preis.

Warum? Ganz einfach: Denn auch Rabatte, die beim Vertragsabschluss gewährt wurden, laufen fast immer nach den ersten zwei Jahren aus.

Die typische Kündigungsfrist eines Handyvertrags beträgt drei Monate. Das bedeutet, die Kündigung muss spätestens am letzten Tag des vierten Monats vor Vertragsende beim Provider vorliegen. Genaue Hinweise zur Kündigungsfrist findest Du in Deinen Vertragsunterlagen oder auch über das Webportal Deines Providers.

Was habe ich mit meinem Handy vor?

Smartphones sind Alleskönner. Doch während der eine damit zufrieden ist, lediglich hin und wieder eine Kurznachricht zu verschicken, kann ein anderer sein Handy kaum noch aus der Hand legen. Für viele von uns ist das Handy im Alltag zur Schaltzentrale geworden, und während Kalender, WhatsApp und Facebook immer wichtiger werden, lässt das Interesse am Telefonieren konstant nach – trotz Allnet-Flat.



  • Gelegenheitsnutzer und alle, die in erster Linie erreichbar sein wollen, brauchen weder Rechenpower, noch Highspeed-Internet und Allnet-Flatrate. Hier darf es der günstige Einsteigertarif mit Datenvolumen an der Untergrenze und einer günstigen Allnet-Flatrate sein. Wer wenigstens ab und zu und seine Mails abruft und den Wetterbericht prüft, sollte Ausschau nach einem Vertrag mit schmalem Datenvolumen halten – und findet mit etwas Glück praktisch unschlagbar günstige Angebote wie in unserem Beispiel: Aktuell 3 GB Datenvolumen für unter 10€/Monat. Ohne Haken und Ösen, dafür halt auch ohne Handy.
  • Passionierte Gamer, VR-Freunde, Dauersurfer und Streamingdienstnutzer hingegen sollten gezielt Ausschau nach Aktionsangeboten mit oder ohne Flaggschiff suchen. Immer wieder platzieren die großen Provider Aktionstarife, die auch mit Top-Smartphones kombinierbar sind, so z.B. die 2017er Jubiläumsaktion von O2 mit dem O2 Free und 15(!) Gigabyte Datenvolumen. Wer hingegen gezielt nach einem Handy Ausschau hält, sollte ebenfalls vergleichen – und ggf. eine Zuzahlung mit in seine Überlegungen einbeziehen: Hier ist die Hemmschwelle oft höher als bei Angeboten mit 0€ Zuzahlung – zu Unrecht, denn oft sind Bundles mit Zuzahlung auf 24 Monate gerechnet insgesamt günstiger, z.B. das Samsung Galaxy S8 in unserem Beispiel, für das zwar einmalig 99€ fällig werden, der 8-GB-Allnet-Tarif im D-Netz kostet dafür monatlich nur 29,99€ - und das dauerhaft. Wer dennoch lieber keine Einmalzahlung leistet, sollte darauf achten keine Preissteigerungsraten nach 12 Monaten zu übersehen. Ein gutes Angebot zum aktuellen Samsung-Flaggschiff gibt es ebenfalls hier.
  • Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer übt tatsächlich einen ausgewogenen Mischbedarf. Morgens die News auf dem Weg zur Arbeit, etwas Online-Shopping in der Mittagspause und auf dem Rückweg von der Arbeit ein paar gestreamte Songs. Wer ab und an sein Handy als Navigationsgerät für die Fahrradtour oder den Wochenendausflug nutzt, der wird mit einem ausgewogenen Mittelklassetarif glücklich.


Wir halten -Stand 2017- eine Flatrate mit 4 GB Datenvolumen und einer LTE-Geschwindigkeit von 42,2 Mbit/s für eine empfehlenswerte Kombination. Dabei gilt für Datenvolumen und Geschwindigkeit natürlich: Mehr ist mehr. 



Was ist besser? Vertrag mit Handy oder SIM-Only?

Die Gretchenfrage beim Neuvertrag: Was ist günstiger? Ist es das Laufzeitangebot mit Handy, oder ist ein Vertrag ohne Handy grundsätzlich die bessere Wahl?

Die Antwort lautet natürlich: Es kommt darauf an.



  • Für Anspruchslose und Gelegenheitssurfer gilt: Das Handy einzeln zu kaufen ist über 24 Monate gerechnet häufig eine Spur günstiger. Das gilt noch mehr, wenn das alte Handy noch diensttauglich ist: Spielen Virtual Reality, QHD-Filme und Gaming keine Rolle, ist auch ein einfacher Allrounder weiterhin ausreichend. Aber aufgepasst: Ist ein Handy so alt, dass es keine Updates mehr vom Hersteller erhält, wird es anfällig für Viren und Sicherheitslücken.
  • Wer auf Flaggschiff-Feeling setzt und auch bei der Netzauswahl keine Kompromisse eingeht, fährt hingegen besser mit einem Bundle aus Handy und D-Netz-Vertrag. Achtung bei Neuvorstellungen: Gerade Mobilfunkanbieter bitten ihre Kunden häufig zur Kasse, wenn es darum geht, ein neues Flaggschiff so schnell wie möglich zu bekommen. Hier zahlt drauf, wer allzu schnell zuschlägt.
  • iPhone-Jünger aufgepasst: Apple gewährt Preisnachlässe oft erst nach Neuvorstellung der nächsten iPhone-Generation. Mobilfunkbetreibern und Drittanbietern wie DEINHANDY bleibt damit nur eine Preisschraube: Der Vertrag. Wer also auf der Suche nach einem aktuellen iPhone mit Vertrag ist, sollte genau hinschauen. Auch hier setzen alle Anbieter auf wiederkehrende Aktionsangebote. Wer eher weniger zahlen möchte, bekommt im Zweifel allerdings etwas weniger Vertragsleistung als Käufer von ähnlich teuren Android-Bundles. 


Das kannst Du tun:

  • Abwarten. Schon in den ersten sechs Monaten nach Neuvorstellung sinken Flaggschiffpreise oft deutlich. Ausnahme: Apple.
  • Mobilfunkanbieter umschiffen und auf Vermittler wie DEINHANDY setzen – wir können dank schlanker Strukturen und klug eingesetzter Budgets häufig bessere Konditionen aushandeln – die wir direkt an unsere Kunden weitergeben.




Kostenfalle Datenautomatik?

Es war einer der Aufreger im Jahr 2014: Die Einführung der sogenannten Datenautomatik. Und die funktioniert so: Handynutzer mit Datenautomatik surfen und telefonieren ganz regulär mit ihrem bestehenden Handyvertrag. Kurz bevor sie ihr monatliches Datenvolumen ausgeschöpft haben, erhalten sie eine kurze Benachrichtigung. Ist das Datenvolumen dann tatsächlich aufgebraucht folgt eine weitere Mitteilung, die den Nutzer darüber informiert, dass er nun zusätzliches Datenvolumen aus der Datenautomatik nutzt. (vielfach zwischen 200 und 300 MB für 3€). Verbraucht er auch dieses Zusatzkontingent, wird abermals neues Volumen automatisch dazugebucht. Dieses Upgrade kann pro Monat bis zu dreimal abgerufen werden. Heikel: Einige Tarife sehen ein automatisches Upgrade in einen nächsthöheren Tarif vor, wenn die Datenautomatik in drei aufeinanderfolgenden Monaten voll ausgereizt wurde.


Das kannst Du tun:

  • Vertrag ohne Datenautomatik abschließen: In Zeiten immer größerer Datenvolumen gibt es tendenziell auch weniger Tarife mit Datenautomatik. Pauschal gilt: Je günstiger der Vertrag, desto wahrscheinlicher enthält er eine Datenautomatik. Wer von vornherein ein wenig mehr Volumen bucht, fährt am Ende risikofrei.
  • Datenautomatik abstellen. Viele Anbieter bieten ihren Kunden die Möglichkeit, die Datenautomatik zu deaktivieren. Oft genügt ein Anruf oder eine Mail an den Kundenservice. Die entsprechende Anschrift oder Telefonnummer vom Kundendienst erfährst Du auf der Webseite Deines Mobilfunkbetreibers. 

Sonderangebote für junge Leute und Studenten

Extra-Leistung extra günstig – für junge Leute und alle, die noch lernen. Mittlerweile etwas bekannter sind die sogenannten „Young“- oder „Friends“-Tarife von Vodafone und Telekom, und auch Platzhirsch O2 mischt mit seinem Junge-Leute-Vorteil ordentlich mit im Geschäft um die begehrte Zielgruppe der 14-29jährigen.

Das bekommst Du:

Der Clou: Junge-Leute-Tarife punkten fast überall mit doppeltem Datenvolumen im Vergleich zum regulären Tarif. Aber auch beim Preis sind die Großen gegenüber jungen Leuten nachsichtig, häufig sind Junge-Leute-Tarife etwas günstiger als ein klassengleicher Normaltarif.

Das brauchst Du

Wer die Altersbestimmungen der jeweiligen Provider erfüllt, muss nichts weiter tun, als sein Geburtsdatum und seine Ausweisnummer während der Bestellung anzugeben. Studenten und Azubis jedoch können häufig auch dann von einem Junge-Leute-Tarif profitieren, wenn sie das Grenzalter bereits überschritten haben – und eine gültige Ausbildungsbescheinigung vorlegen können. 

Brauche ich eine extra EU-Roaming-Option?

Klare Frage, klare Antwort: Nein. Per EU-Richtlinie ist klar geregelt, das EU-Roaming Schritt für Schritt aufzuheben ist. War ursprünglich ein mehrstufiges Verfahren vorgesehen, haben die meisten Provider Nägel mit Köpfen gemacht und das Gratis-Roaming zügig eingeführt. Während sie damit auf das einträgliche Auslandsgeschäft verzichten müssen, können sich Anwender freuen. Surfen und Telefonieren kostet bis zu einer bestimmten Obergrenze auch im EU-Ausland exakt dasselbe wie zuhause.

Wer jetzt allerdings glaubt, mit einem günstigen Tarif aus einem anderen Land den heimischen Anbietern ein Schnippchen schlagen zu können, der irrt. Denn Netzbetreiber dürfen offenkundigen Missbrauch abstellen – und einen Mobilfunkvertrag einseitig kündigen, der so gut wie nur im Ausland genutzt wird. 

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